Präsentationsidee

Packende Präsentationen – Ihre Idee zählt

Was macht eine Präsentation außergewöhnlich?

In diesem Blogbeitrag verrate ich Ihnen einen der wichtigsten Faktoren für eine packende Präsentation: Es ist die Idee, die Sie transportieren wollen. Eine banale Feststellung? Keineswegs! In über 1000 selbst gehaltenen Präsentationen und mindestens ebenso vielen Vorträgen auf Publikumsseite habe ich festgestellt, wie wichtig dieser Punkt ist.

 

Warum ist die Idee Ihrer Präsentation so wichtig?

Weil man es an jeder Stelle Ihrer Präsentation spürt. Oder wie Chris Anderson, der Mann hinter den international bekannten TED Talks, es formuliert:

Ultimately I learned firsthand what our speakers have been discovering for three decades: Presentations rise or fall on the quality of the idea, the narrative, and the passion of the speaker.1

 

Was macht eine gute Idee aus?

So weit so gut, doch was macht eine gute Idee im Rahmen einer Präsentation aus? Sie muss uns emotional berühren oder inspirieren, am besten beides zugleich. Anderson führt in dem oben zitierten Interview ein Beispiel an, das beide Kriterien erfüllt. Es ist die Geschichte des zwölfjährigen Massai-Jungen Richard Turere, den Anderson und seine Kollegen bei einer Keniareise kennenlernten. Die größte Herausforderung des Jungen war die Sicherung des Viehs der Familie in der Nacht. Eine gefährliche Aufgabe, denn im Schutze der Dunkelheit näherten sich aus dem angrenzenden Nairobi-Nationalpark immer wieder Löwen und rissen Rinder. Versuchen wir uns doch einmal in Richards Lage zu versetzen: Wie hätten wir uns als Zwölfjährige mit einer solchen Verpflichtung wohl verhalten?

Richard meisterte sie bravourös und mit allerhand Köpfchen. Seine Idee, die Löwen mit einer automatisierten LED-Lichtfalle zu vertreiben, verbesserte er so lange, bis sie absolut zuverlässig funktionierte. Schon nach kurzer Zeit verbreiteten sich die sogenannten „Löwen-Lichter“ in ganz Kenia, und Richard wurde per Stipendium an einer der landesweit besten Schulen gefördert.

Fasziniert von Richards Idee und seinem innovativen Handeln, luden Anderson und sein Team ihn ein, Teilnehmer bei der nächsten TED-Konferenz in Kalifornien zu werden. Doch diese Einladung stellte den Jungen erneut vor eine große Herausforderung, vielleicht vor eine noch größere als die mit den Löwen: In einem völlig fremden Land, kaum Englisch sprechend vor einem 1400 Personen starken Publikum eine Präsentation halten?

Dieser Gedanke beunruhigte nicht nur Richard, sondern sorgte auch bei Anderson und seinem Team für Bedenken. Durch Anwendung der TED-Methode, die unter anderem eine drei- bis sechsmonatige Vorbereitungs- und intensive Trainingszeit vorsieht, erlangte Richard jedoch die Selbstsicherheit, die ihn schließlich befähigte, seine Geschichte der Welt zu präsentieren.

Vor einem Jahr war ich ein Junge in der Savanne. Ich sah Flugzeuge über meinen Kopf fliegen und ich sagte mir, dass ich eines Tages in so einem Flieger sitzen werde. Ich bekam die Gelegenheit, mit dem Flugzeug zum ersten Mal zur TED-Konferenz zu fliegen. Ich habe es geschafft, mit dem Flugzeug zu kommen. Mein Traum ist es, ein Flugzeug-Ingenieur und ein Pilot zu werden, wenn ich erwachsen bin.

 

Mit Präsentationen die Welt verändern

In jedem von uns steckt vermutlich ein kleines bisschen die Schüchternheit eines Richard Turere. Aber wenn die Idee stimmt und Sie eine ansprechende Geschichte mitbringen, können wir sie mit meiner Methode in eine packende Präsentation verwandeln, die das Denken und Handeln Ihrer Zuhörer nachhaltig beeinflusst.

1Chris Anderson: How to give a Killer Presentation. Harvard Business Review. 06/13 https://hbr.org/2013/06/how-to-give-a-killer-presentation/