Webinar

9 Webinar Fehler und wie Sie sie vermeiden

Mit diesen Tipps umgehen Sie die größten No-Gos bei Online Seminaren

Webinare können eine großartige Möglichkeit sein, um mit Ihren Kunden ins Gespräch zu kommen, neue Zielgruppen zu erreichen und sich als Experte zu positionieren. Viele Unternehmen springen jetzt auf den Webinar Zug auf – leider oftmals mit unüberlegten Hauruck-Aktionen statt kreativen, durchdachten Formaten. Damit aus gut gemeint auch gut gemacht wird, sollten Sie die folgenden häufigen Fehler bei Webinaren kennen und elegant umschiffen.

 

Webinar Fehler #1: Schwammiger Webinar Titel

„Webinar Kundenkommunikation“. Was löst dieser Titel bei Ihnen aus? Vermutlich nicht viel. Kundenkommunikation kann alles sein – oder eben nichts. Als Nutzer weiß ich weder, um was es genau geht, noch welchen Mehrwert mir das Webinar bietet. Setzen Sie stattdessen die Kundenbrille auf: Wie können Sie Ihre Kunden mit dem richtigen Webinar Titel abholen und neugierig machen? Welche Erwartungen an das Webinar schüren Sie damit? Fokussieren Sie sich klar auf Ihre Zielgruppe und entscheiden Sie sich bei der Wahl des Titels für ein Thema oder eine Problematik, die Sie lösen. Je konkreter Sie den Webinar Titel formulieren, desto besser. Zum Beispiel: „Neue Wege. Gleiches Ziel: Wie Sie in der Krise Ihre Kunden erreichen und begeistern“.

 

Webinar Fehler #2: Wenig Promotion

Sie liegen abends im Bett und bekommen spontan den Gedanken, am nächsten Tag ein Webinar veranstalten zu wollen? Das ist keine gute Idee. Denn eine zu kurzfristige Planung und wenig Werbung nehmen Ihnen die Reichweite. Wählen Sie stattdessen zunächst den passenden Termin für Ihr Webinar: Unter der Woche oder am Wochenende? Vormittags oder am Abend? Gleichen Sie genau ab, welcher Termin für Ihre Zielgruppe am besten geeignet ist. Nutzen Sie dann zur Bewerbung des Webinars die Kanäle, auf denen Ihre (potenziellen) Zuhörer unterwegs sind und verbreiten Sie Ihre Einladung zum Webinar rechtzeitig. Geben Sie Ihrer Community Zeit, sich auf Ihr Online Seminar vorzubereiten. Doch Achtung: Zu viel Vorlauf kann das Gegenteil bewirken, ganz nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“. Deshalb sollten Sie Ihr Webinar etwa 3-7 Tage vor dem Termin ankündigen, mehrfach bewerben und zusätzlich eine Erinnerungsmail an die angemeldeten Teilnehmer versenden.

 

Webinar Fehler #3: Unattraktive Landingpage

Sie haben es geschafft – ein Interessent ist von Ihrer Webinar Einladung begeistert und möchte sich anmelden. Doch nichts passiert. Das kann an Ihrer Landingpage liegen. Auf dieser Webseite geben Sie den Interessenten einen ersten Eindruck über sich und Ihr Angebot. Ihre Landingpage sollte ansprechend sein, einen Überblick über Ihr Webinar geben und als einziges Ziel den funktionierenden Link zum Anmelden enthalten. Diese Webseite ist sozusagen der „Appetizer“ für Ihr Seminar. Unterschätzen Sie nie die Macht des ersten Eindrucks.

 

Webinar Fehler #4: Keine Generalprobe

Vergessen Sie nicht: Bevor Sie mit Ihrem Webinar live gehen, sollten Sie mit der Technik „per Du“ sein. Holen Sie sich im Zweifel frühzeitig Unterstützung und starten Sie einen Testlauf mit Freunden oder Kollegen. Je sicherer Sie sind, desto mehr Selbstbewusstsein und Professionalität strahlen Sie für Ihre Zuschauer aus. Das gilt übrigens auch für Ihre Inhalte und Vortragsweise – üben Sie deshalb so oft es geht. Falls Sie unsicher sind, holen Sie sich Trainer und Experten, die Sie in Sachen in Rhetorik und Technik schulen oder begleiten.

 

Webinar Fehler #5. Langweilige Präsentation

Wir alle saßen schon einmal in einem Vortrag, in dem der Speaker monoton eine Power Point Folie nach der anderen vorgelesen hat. Inspiration und Begeisterung sehen anders aus. Machen Sie es besser und gestalten Sie Ihr Webinar stattdessen unterhaltend, charmant und dynamisch. Zur Auflockerung können Sie Grafiken, Filmausschnitte oder Diagramme miteinbeziehen, doch hier gilt klar: Weniger ist mehr. Setzen Sie vor allem auf strukturierte Inhalte, gute Rhetorik und eine lebendige Vortragstechnik.

 

Webinar Fehler #6: Fehlende Beweise

Worte allein sind oft nicht genug, um Ihr Gegenüber von Ihrem Anliegen zu überzeugen. Nutzen Sie Ihre Expertise verknüpft mit Erfolgszahlen, Statistiken oder Auszeichnungen. Belegen Sie Ihre Aussagen, um bei Ihren Seminargästen keine Zweifel aufkommen zu lassen. Damit untermauern Sie Ihren Experten-Status und schaffen eine Vertrauensbasis, auf der sich Zuhörer zu zahlenden Kunden entwickeln können.

 

Webinar Fehler #7: Kein Call to Action

Sie haben es geschafft und sind am Ende Ihres Webinars angekommen. Schon verabschieden sich die ersten Teilnehmer – doch halt! Haben Sie Ihren Gästen klare Call to Actions an die Hand gegeben? Diese Handlungsaufforderungen sind besonders wichtig, um Ihren Teilnehmern die
nächsten Schritte aufzuzeigen. Dies kann die Einladung zu einem persönlichen Austausch, die Weiterleitung auf eine Website, der Download eines Freebies oder die Ankündigung Ihres nächsten Webinars sein. Triggern Sie Ihre Interessenten mit auf sie zugeschnittenen Problemlösungen. Seien Sie klar in Ihren Call to Actions und nennen Sie diese frühzeitig.

 

Webinar Fehler #8: Nicht-Käufer ignorieren

Nur Bares ist Wahres? Unterschätzen Sie niemals den Wert von Nicht-Käufern. Auch wenn Interessenten Ihnen vorerst kein Geld einzubringen scheinen, können sie sich jederzeit in potentielle Kunden wandeln. Vermitteln Sie deshalb einen guten ersten Eindruck und schaffen Sie Vertrauen. Verankern Sie sich mit echten Mehrwerten in den Köpfen und Herzen Ihrer Zielgruppe.

 

Webinar Fehler #9: Kein Webinar Follow-Up

Ihr Webinar hat Ihnen jede Menge Leads eingebracht. Lassen Sie diese nicht in einer Schublade verstauben! Ihre Zuhörer waren bereit, Ihnen Ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. Nutzen Sie diese und überlegen Sie sich persönliche Nachrichten auf verschiedenen Kanälen, wie Telefon, E-Mail oder auf den sozialen Netzwerken. Wichtig ist: Stellen Sie Ihre Zielgruppe und deren Anliegen in den Mittelpunkt. Somit steht der Gewinnung neuer Kunden nichts mehr im Weg.